Bengtsson schreibt Team-Geschichte!

By pete 4 Jahren ago
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Der Auftakt zur höchsten deutschen Motocross-Serie in Fürstlich Drehna war für das Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base ein Wochenende mit Geschichte. Nachdem 2015 bereits regelmäßig Podiumsplatzierungen bei den ADAC MX Masters eingefahren wurden, sorgte Filip Bengtsson im sandigen Brandenburg für den ersten Laufsieg des Norddeutschen Teams.

Der Schwede ist als schneller Fahrer im Sand bekannt und deutete seine Siegchancen mit dem zweiten Rang in seiner Qualifikationsgruppe schon am Samstag an. Bereits mehrfach zeigte Filip in der noch kurzen Saison, dass er auch auf internationalem Niveau mit dem sandigen Geläuf bestens zurecht und das wurde vor allem Sonntag deutlich. Nach dem Start zum ersten Lauf    hatte der 24-Jährige allerdings Pech: „Ich war als Sechster oder Siebter gestartet, doch ein anderer Fahrer stürzte direkt vor mir und als ich versuchte auszuweichen, würgte ich meine Motorrad ab.“ erzählte der dreifache Schwedische Meister. Danach folgte eine sehenswerte Aufholjagd durch das komplette Fahrerfeld und Rang sieben am Ende: „Ich war in der ersten Runde absolut Letzter und es war harte Arbeit, so weit nach vorn zu fahren. Die Strecke war relativ eng und machte das Überholen schwer.“

 

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Der zweite Lauf war hingegen eine nahezu perfekte Vorstellung. Vom Start kam Filip als Dritter weg und übernahm relativ schnell die Führung. 18 Runden später überquerte der Mann mit der Startnummer Elf die Ziellinie mit über 14 Sekunden Vorsprung als Erster und holte damit den ersten Masters-Sieg der Team-Geschichte: „Ich fühlte mich einfach richtig stark in dem Rennen und bin froh, meinen ersten Sieg bei den ADAC MX Masters geholt zu haben. Mit dem zweiten Tagesrang ist es ein guter Start in die Masters-Saison.“

Mike Stender Drehna

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfristig zurück ins Team gekommen war in der vergangenen Woche Mike Stender und so musste der Rückkehrer noch am Freitagabend einige Runden drehen, um sein neues Rennmotorrad einzufahren und sich wieder an die Suzuki zu gewöhnen. „Wir haben mit Rolf Ringwald zusammen am Fahrwerk gearbeitet und im freien Training war es mir wichtig, dass ich so viele Runden wie möglich drehe und das Motorrad noch besser kennenlerne.“ erzählte Mike, was mit dem sehr guten vierten Platz in seiner Qualifikationsgruppe offensichtlich hervorragend gelang.

Trotzdem nahm das Team noch Verbesserungen am Fahrwerk vor, um es für die Rennen am Sonntag möglichst perfekt zu haben. Der Start zum ersten Lauf der Masters-Klasse verlief nicht ganz so gut für Mike. Der Eutiner lag knapp außerhalb der Punkte und fand seinen Rhythmus nicht, bis sein Teamkollege auf ihn aufholte: „Nach seinem Sturz kam Filip nach ca. zehn Minuten an mir vorbei und ich versuchte mit ihm mitzufahren. Das hat zwei Runden lang gut geklappt und konnte dadurch nicht nur einige Fahrer überholen, sondern fand auch einen guten Rhythmus.“ erklärte Mike und beendete das Rennen auf Rang 13.

Der zweite Durchgang gelang schon besser und nach einer Anfangsphase zwischen Platz 15 und 20 kämpfte sich der amtierende Deutsche MX2 Meister einige Plätze nach vorn: „Ich fuhr gleich ein gutes Tempo und war schon am Neunten und Zehnten direkt dran. Für einen ernsthaften Angriff fehlte mir jedoch etwas die Puste und ich sicherte mir den elften Platz. Unter den Umständen in den Tagen vor Drehna bin ich zufrieden mit dem Wochenende und kann dem Team nicht genug Danken.“

 

Schwella Drehna

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Youngster-Cup trat mit Eric Schwella nur ein Fahrer an, da sich Gianluca Ecca zuvor eine Schulterverletzung zuzog und derzeit in medizinischer Behandlung ist. Für Eric war es quasi ein Heimspiel und so fühlte er sich bei seinem Debüt im Youngster-Cup durchaus wohl. Trotzdem hatte der Blondschopf in der Qualifikation Pech und schaffte es nicht, eine richtig gute Runde hinzulegen: „Entweder wurden die gelben Flaggen geschwenkt oder andere Fahrer blockierten große Sprünge, weil sie einfach nur drüber rollten und ich diese so nicht springen konnte. Da verliert man schnell zwei Sekunden und ich musste ins Last-Chance-Rennen.“
Als Vierter nach den ersten Metern verlief der Start für den Aufsteiger auch sehr gut, doch nur kurze Zeit später, hatte Eric erneut Pech: „Vor mir stürzten zwei Fahrer und als ich ausweichen wollte, blieb ich mit meinem Schalthebel hängen und verbog ihn mir so stark, dass ich nicht mehr schalten konnte.“ Eric konnte die Suzuki nur noch im zweiten Gang fahren und musste das Rennen somit vorzeitig beenden: „Das ist sehr ärgerlich, weil ich glaube, dass ich die Quali geschafft hätte. Jetzt bereite ich mich auf Möggers vor und versuchte es dort erneut.“
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In der kleinsten Klasse trat John Pascal Gieler mit seiner Castrol-Suzuki an und zauberte im freien Training die drittschnellste Zeit in seiner Gruppe in den Sand: „Das Bike lief super und ich ging sehr motiviert in die Qualifikation.“ erzählte der Deutscher 65er Meister von 2014. Dort fand John Pascal allerdings keine gute Runde und qualifizierte sich trotzdem als Neunter für die Wertungsrennen.

Am Sonntag hatte der jüngste Fahrer im Team gleich zu Beginn des ersten Heats technische Probleme und musste mit defekter Kopfdichtung und Kolbenklemmer sein Bike vorzeitig abstellen. Im zweiten Durchgang musste das Trainingsbike herhalten und es begann direkt sehr gut. Auf Position sieben liegend zog Gieler zunächst seine Runden und kam am Ende als 16. ins Ziel. „Für das erste Rennen mit dem neuen Motorrad bin ich sehr zufrieden.“ resümierte John Pascal das Wochenende.

 

 

 

Team-Chef Michael Peters zu Fürstlich Drehna: „Es war besonders aus Sicht der Masters-Klasse eine erfolgreiches Wochenende für uns. Im Vorfeld war es auf den letzten Metern noch ziemlich stressig, weil wir Mike kurzfristig noch verpflichteten. Um 17 Uhr kam am Freitag sein Bike und wir fuhren direkt damit trainieren, um einen Eindruck vom Motorrad und Fahrwerk zu bekommen. Den Abend verbrachten wir mit der Vorbereitung des Bikes auf Samstag, wo Mike eine beeindruckende Leistung zeigte. Vierter in seiner Quali-Gruppe, Rang zwölf in der Tagessieg und die sehr konstante Fahrweise von ihm sind ein guter Auftakt für dieses Jahr. Filips Leistung war ebenfalls sehr gut und vor allem ist der Speed da um zu gewinnen. Schade nur, dass er im ersten Lauf Pech hatte, sonst wäre wohl der Tagessieg drin gewesen. Der überlegene Laufsieg im zweiten Durchgang war natürlich super und ist zusammen mit unseren ersten zweiten Rang in der Tageswertung neben dem Laufsieg ein weiterer Rekord für unser Team. Das macht uns natürlich stolz! Gut gefahren ist auch Eric bei seinem ersten Youngster-Cup-Rennen, auch wenn er die Quali leider knapp verpasste. Der Junge kämpft immer, doch mit dem verbogenen Schalthebel und dem zweiten Gang war ein weiterfahren auf der Strecke nicht mehr möglich. Ebenfalls gut gefahren und Kampfgeist gezeigt hat John-Pascal und es schade, dass die Kopfdichtung im ersten Lauf nicht hielt. Mit dem Trainingsbike war es für natürlich schwierig, gegen die getunten Bikes der anderen mitzuhalten. Trotzdem bin ich mit ihm zufrieden am Wochenende!“

Der nächste Event für das Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base findet bereits am kommenden Wochenende im lettischen Kegums statt, wo Filip Bengtsson in der MXGP-Weltmeisterschaft und Mike Stender in der MX2-Europameisterschaft an den Start gehen. Mike wird solange die EMX2 bestreiten, bis Gianluca Ecca wieder fit zu den Rennen zurückkehrt.

 

Bilder: Steve Bauerschmidt

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