Filip Bengtsson ist zurück

By pete 5 Jahren ago
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 Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base in Möggers

Die zweite Runde der ADAC MX Masters Serie stand für Teile des Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base im Zeichen der Rückkehr, während zwei Fahrer erneut viel Kampfgeist und auch gute Ergebnisse zeigten.  Mit John Pascal Gieler fehlte leider der jüngste Fahrer im Team. Der Deutsche 65 ccm Meister von 2013 brach sich eine Woche zuvor beim Training das Bein und fällt vorerst aus. Wieder zurück auf der gelben Suzuki war hingegen der Tabellenzweite der Masters-Klasse Filip Bengtsson.

Bengtsson Möggers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Schwede hatte beim WM-Lauf im lettischen Kegums eine großen Stein an
seine Schulter bekommen und einen Muskelriss davon getragen. Seit Anfang Mai tat Filip alles, um für Möggers gesund zu werden und wagte wenige Tage zuvor das erste Training auf seiner 450er Suzuki: „Ich fühlte relativ schnell, dass die Schulter noch nicht gut genug war. Aber hey, ich war schließlich Zweiter in der Meisterschaft, also wollte ich es unbedingt versuchen und wenigstens ein paar Punkte sammeln“ beschrieb der dreifache Schwedische Meister die Situation.

In der Qualifikation am Samstag lief es sogar recht gut und der 24-Jährige schob seine Suzuki auf den dritten Rang in seiner Gruppe: „Das war schon etwas überraschend, weil ich seit Kegums nur einmal gefahren bin. Ich fühlte mich aber ganz okay und die Schmerzen hielten sich in Grenzen.“

Doch noch am Samstagabend wurde die Schulter schlimmer und es schien klar, dass die Rennen nicht so einfach werden würden. Am Sonntag versuchte es Filip im ersten Lauf, doch die Schmerzen waren nach ein paar Runden zu groß: „Noch viel schlimmer war allerdings, dass ich das Gefühl in meinem Arm und der Hand verlor. Damit konnte ich nicht weiterfahren. Ich wollte es zwar im zweiten Heat versuchen, aber wir haben zusammen entschieden, dass es keinen Sinn macht und ich mich lieber darauf konzentriere komplett gesund zu werden und stark wieder zurück zu kommen.“

Gianluca Ecca Möggers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiterer Rückkehrer nach Verletzungspause war Gianluca Ecca. Der Nordrhein-Westfale hatte sich kurz vor Saisonbeginn das Schulterblatt gebrochen und bisher noch kein Rennen bestritten. In der Qualifikation zum Youngster-Cup gab es aber noch Probleme: „In den schnellen Runden hatte ich mit meiner Schulter in den Bergab-Passagen zu kämpfen, weshalb ich mit dem zehnten Rang in meiner Gruppe zufrieden war. Im Warm-Up am Sonntag fühlte ich mich recht gut und ging zuversichtlich in den ersten Lauf. Leider bekam ich am Start einen harten Schlag ins Vorderrad, was ich direkt in der Schulter spürte. Aufgrund von erneuten Schmerzen hatte ich Probleme das Rennen ernsthaft zu bestreiten und versuchte ein paar Runden entspannt zu fahren. Ich beendete zwar das Rennen, entschloss mich danach aber meine Verletzung komplett ausheilen zu lassen.“ Ecca startete im zweiten Durchgang nicht und wird auch die beiden kommenden Rennen der 250 ccm Europameisterschaft nicht bestreiten.

Eric Schwella Möggers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz ohne Verletzung und erneut kampfstark präsentierte sich Eric Schwella. Der Aufsteiger in den starken Youngster-Cup kommt aus Brandenburg und ist daher eher sandigen Boden gewohnt, weshalb ihm die anspruchsvolle Strecke im österreichischen Möggers einiges abverlangte: „Es war ein Wochenende zum Lernen für mich. Die Strecke war eng, ging auf und ab und es war nicht einfach mich darauf einzustellen, weshalb ich auch nur 31. in der Qualifikation wurde. Im Last-Chance-Rennen hatte ich keinen optimalen Start, doch ich überholte in der ersten Runde einige Fahrer und war 23. Kurz darauf fuhr mir allerdings ein anderer Fahrer unsanft das Vorderrad weg, ich ging zu Boden und musste das Rennen als
Letzter wieder aufnehmen“ erzählte Eric, der mit den Messer zwischen den Zähnen bis auf den 29. Rang vorfuhr: „Jeder Meter auf dieser Strecke half mir Erfahrung für das nächste Rennen in Aichwald zu sammeln und ich weiß, dass 2016 ein Lehrjahr für mich ist. Ich will aber trotzdem keine Entschuldigungen suchen, sondern habe meine Schwachstellen erkannt und dank der hervorragenden Unterstützung des Teams, kann ich daran sehr gut arbeiten.“

Mike Stender Möggers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bester Mann im Team an diesem Wochenende war erneut Mike Stender. Das Nordlicht aus Eutin qualifizierte sich auf der 450er Suzuki als Neunter in seiner Gruppe souverän für die Wertungsläufe der Masters-Klasse und war bereit für Sonntag. Bei sommerlichen Temperaturen setzte der 25-Jährige vor über 12.000 Zuschauern seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen kontinuierlich fort. in beiden Durchgängen startete der Deutsch MX2 Meister von 2015 zunächst nur mäßig ins Rennen, fuhr aber Runde für Runde weiter nach vorn und sah als sehr guter Achter und Neunter die Zielflagge: „Das war ein gutes Wochenende hier in Möggers. Platz 9 in der Tageswertung und und Gesamtrang 8 in der Meisterschaft machen mich happy. Großen Dank an meinen Mechaniker und das Team. Jetzt steht der Fokus wieder auf die Europameisterschaft am kommenden Wochenende in Spanien!“
Team-Chef Michael Peters zu Möggers: „Gianluca hatte noch Probleme mit seiner Schulter. Es war zwar im Training okay, aber im Rennen war die Belastung einfach zu hoch. Eric hat wieder gut gekämpft, auch wenn er sich leider nicht direkt qualifiziert hat. Für den Hoffnungslauf waren wir guter Dinge, schade das er runtergefahren wurde und deshalb stürzte. Das er das Rennen noch als gutes Training genutzt hat war schlau von ihm und er hat das beste draus gemacht. Mike ist erneut super gefahren und glaube, dass das sogar sein bestes Masters-Ergebnis überhaupt war. Ich glaube es tut ihm sehr gut, dass er die EMX fährt und durch die anderen Strecken und Gegner viel Erfahrung sammelt und bei den Masters ziemlich entspannt und locker werden lässt. Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Bei Filip haben wir es wegen seiner Titelchancen probiert, aber die Schulter ist noch nicht da, wo sie sein muss. Ähnlich wie bei Gianluca ging es im Training, im Rennen war aber Schluss. Wir haben uns darauf geeinigt, dass er erst wieder zurückkommt, wenn er 100 prozentig fit ist und wieder um Siege kämpfen kann.“

Der nächste Event für das Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base findet bereits am kommenden Wochenende im spanischen Talavera de la Reina statt, wo Mike Stender in der MX2-Europameisterschaft an den Start gehen wird.

 

Bilder: Steve Bauerschmidt

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