König von München

By pete 4 Jahren ago
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Zwischen dem Auftakt des ADAC SX-Cup in Stuttgart und dem Supercross in München am vergangenen Wochenende hatte das Team Castrol Power1 Suzuki Moto-Base alle Hände voll zu tun. Nachdem sich die SX1-Hoffnung Cole Martinez in Stuttgart verletzte, musste schnellstmöglich ein geeigneter Ersatzfahrer her. Mit einer Last-Minute-Aktion kam kurz vor dem ersten Training der spätere König von München ins Team.

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Es war wenige Minuten nach neun Uhr am Freitagmorgen, als Kyle Cunningham am Münchener Flughafen erstmals einen Fuss auf Europäischen Boden setzte und damit sein Abenteuer ADAC Supercross begann. Der US-Boy aus Texas war kurzerhand für den verletzten Cole Martinez eingesprungen und hatte nicht viel Zeit sich einzugewöhnen: „Es war wirklich auf den letzten Drücker! Ich kam circa zehn Minuten vor dem ersten Training in der Halle an und ich habe immer noch Jetlag. Slawo, mein Mechaniker und das gesamte Team haben einen großartigen Job gemacht und mir bei der Organisation der Reise und auch hier vor Ort sehr geholfen“, fasste Kyle die turbulente Anreise kurz zusammen.

Bereits im Zeittraining zeigte der Texaner mit der zweitschnellsten Zeit seiner Gruppe wie gut er ist und fuhr trotz mäßiger Starts souverän ins Finale. Eine Besonderheit beim SX in München ist die Superpole, in der die Fahrer eine schnelle Runde fahren müssen und so ihren Startplatz fürs Finale bestimmen. Cunningham fuhr die schnellste Zeit und sicherte sich somit den besten Startplatz. Im Finale selbst kämpfte sich der Suzuki-Pilot nach schlechtem Start bis auf den hervorragenden zweiten Rang vor.

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Einen Tag und viel Schlaf später fuhr der US-Boy, wie am Vortag, locker ins Finale und beendete die Superpole auf Platz vier. Anders als am Freitag erwischte Kyle auf seiner RM-Z 450 einen guten Start und war direkt in der Spitzengruppe dabei. Nach einigen Runde übernahm der 27-Jährige die Führung, gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab und wurde nicht nur Tagessieger, sondern auch der neue König von München: „Es war gutes Racing hier und die anderen Jungs  sind wirklich schnell. Auf so einer engen Strecke muss man neben einem guten Start auch etwas Glück haben oder darauf warten, dass andere Fehler machen. Wir haben von gestern auf heute noch etwas am Fahrwerk geändert und daher gilt ein besonderer Dank an Rolf von Sölva Suspension. Ich bin sehr froh darüber der neue König von München zu sein und so dem Team für ihren Einsatz wieder etwas zurückzugeben. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf Chemnitz!“

Der schnelle US-Boy wird auch am kommenden Wochenende beim Supercross in der Chemnitz Arena an den Start gehen. In der Cup-Wertung liegt Cunningham trotz des verpassen Auftaktes in Stuttgart an dritter Stelle.

Neben Cunningham ging in München auch noch Gradie Featherstone in der SX2 an den Start und zeigte dabei Licht und Schatten. Am Freitag qualifizierte sich der Brite direkt für die beiden Wertungsläufe im Abendprogramm und lag im ersten Lauf nach gutem Start auf einem souveränen vierten Rang: „Ich habe im Waschbrett einen blöden Fehler gemacht und rutschte mit der Hand vom Lenker“, erklärte Gradie seinen spektakulären Crash und Ausfall im ersten  Lauf. Im zweiten Heat lief es mit Rang zwei deutlich besser. Im ersten Rennen am Samstagabend erwischte der 19-Jährige erneut einen guten Start, fand aber seinen Rhythmus nicht und beendete den Lauf als guter Sechster. Im zweiten Durchgang gelang ebenfalls ein guter Start und Featherstone lag auf Position zwei, bis ihn ein anderer Fahrer abräumte: „Es war eine dumme Aktion von demjenigen, aber das ist nun mal Racing. Ich war danach ziemlich sauer und hoffe, dass es in Chemnitz besser läuft.

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Teamchef Michael Peters zu München: „Es war ein schönes Wochenende für uns. Nach Stuttgart und den ganzen Verletzungen dachte ich schon, dass es in die Hose geht, aber die Last-Minute-Verpflichtung von Kyle war ein absoluter Glücksgriff. Vom Flugzeug direkt aufs Podium – das war geil! Kyle ist ein guter Typ, sehr professionell und er weiß was er will. Bei Gradie war der Speed da, aber es hat teilweise noch nicht ganz gepasst. Leider sind ihm im zweiten Lauf am Samstag die Sicherungen durchgebrannt, da hätte ich mir mehr Zurückhaltung gewünscht. Ich denke in Chemnitz wird er mehr zeigen.

Bilder: Steve Bauerschmidt

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